08-01-08

Moskau warnt Kosovo vor einseitiger Unabhängigkeit

Im Vorfeld der Kosovo-Debatte vor dem UN-Sicherheitsrat warnt Moskau erneut vor einer einseitigen Unabhängigkeit der abtrünnigen südserbischen Provinz.

Russland gehe nach wie vor davon aus, dass eine einseitige Unabhängigkeit des Kosovo nicht legitim wäre, sagte Vizeaußenminister Alexander Jakowenko am Samstag in Moskau. Er warnte andere Staaten, die Unabhängigkeit des Kosovo anzuerkennen, sollte diese ohne Zustimmung der UNO ausgerufen werden. Laut Jakowenko gibt es noch Chancen, den Kosovo-Streit durch Verhandlungen beizulegen.

Der russische Diplomat verwies darauf, dass das Mandat der UN-Übergangsverwaltung im Kosovo (UNMIK) gültig bleibt, solange der Weltsicherheitsrat es nicht außer Kraft setzt. Das Weltgremium wird am 16. Januar einen Bericht seiner Mission im Kosovo erörtern.

Das Kosovo gehört seit dem Angriff der NATO im Jahre 1999 formell zu Serbien, steht jedoch unter UN-Verwaltung. Die albanische Mehrheit fordert die Unabhängigkeit der Provinz. Serbien lehnt jede Form von Unabhängigkeit der Provinz ab und bietet statt dessen weitgehende Autonomierechte an. Die Verhandlungen zwischen Serbien und den Kosovo-Albanern waren Anfang Dezember nach vier Monaten ohne Durchbruch zu Ende gegangen.

Die USA und einige europäische Staaten unterstützen eine einseitige Unabhängigkeit des Kosovo und halten weitere Verhandlungen für aussichtslos. Russland wirbt für eine Lösung auf der Grundlage des Völkerrechts und weitere Gespräche zwischen Serbien und den Kosovo-Albanern.

01:20 Gepost door Kris Roman in Kosovo en Metohiya | Permalink | Commentaren (0) |  Facebook |

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